Joy hat uns am 10 August 2016 verlassen.


Nachdem Joys Hüfte beim HD Röntgen mit C bewertet wurde war klar, dass sie niemals in die Zucht gehen würde. Wir brauchten natürlich erstmal Zeit, um das zu verdauen; niemals hätten wir mit diesem Ergebnis gerechnet. Dennoch mussten wir nach dem ersten Schock und dem Bauchgefühl "Wir geben sie nicht her!" weiterdenken.

Es gibt einfach nicht immer nur schöne Seiten in der Zucht; nein, es gibt auch die Seiten des Loslassen müssens. Wir können Joy leider nicht einfach auch noch behalten. Um weiter züchten zu können, müssen wir entweder erneut eine Hündin aus unserem nächsten Wurf behalten oder eine einkaufen.
Doch sieben Beaucerons und ein Corgi sind einfach zu viel. So vielen Hunden noch gerecht zu werden, sie gut auszulasten und jedem einzelnen die Liebe zu geben die sie alle verdient haben - das alles schaffen wir leider nicht.
Hinzu kommt, dass unser Sohn seit Kurzem mit der Schule fertig und wegen seiner Lehre nun von morgens
bis abends aus dem Haus ist. Das bedeutet zusätzlich noch eine Hilfe weniger.
Denn egal ob abduschen, bürsten oder versorgen: das wäre schlicht zu viel für eine einzelne Person. Und in unser Auto
würden sie auch nicht passen, somit wären gemeinsame Ausflüge oder gar Urlaube ebenfalls nicht mehr möglich.

Aber eines war natürlich auch klar: eine Anzeige schalten und Joy einfach irgend jemandem da draußen geben kam, auf gar keinen Fall in Frage. Gott sei Dank hatte ich von einigen Freunden bereits ernst gemeinte Anfragen für Joy, eben gerade, weil sie nicht in die Zucht kann. Und das trotz der HD C Hüfte!
Für uns kam aber nur ein neues Zuhause in Frage, von dem ich ich von ganzem Herzen überzeugt war, dass Joy dort glücklich werden konnte.

Und dieses Zuhause ist bei ihrem Bruder Fritz. Joy liebt ihren Bruder über alles; bei den gemeinsamen
Spaziergängen setzten sich die zwei immer vom Rest des Rudels ab und spielten. Seit der Geburt sind die beiden ein eingespieltes Team.
Dort lebt außerdem noch ein American Staffordshire Terrier und so hätte sie auch weiterhin ein kleines Rudel um sich.
Ich rief an und wir führten ein langes Telefongespräch. Auf die Frage, ob die Familie die Schwester von Fritz aufnehmen und lieben würde kam sofort ein klares Ja. Mehr noch, es war eine Ehre, dieses Vertrauen von uns zu bekommen, dass genau sie die Richtigen wären.

So ergab es sich, dass wir ein paar Treffen mit Joy und dem American Staffordshire Terrier arrangierten, denn die Beiden kannten sich noch nicht. Erst danach nahmen sie Joy auf Probe mit zu sich nach Hause, um zu sehen, wie das gemeinsame Leben so funktioniert.
Nach nun 4 Wochen kann ich schreiben, dass alles super läuft und Joy nur ein bisschen und zum Glück nicht so schlimm getrauert hat.

Das hat uns alle schon sehr erleichtert. Aber Bruder Fritz und auch Lennox, der American Staffordshire Terrier
geben ihr bestimmt den nötigen Halt und die Sicherheit, so wie ich mir das gewünscht habe.
Zusammen mit den vielen Händen und der Liebe der ganzen Großfamilie konnte das einfach nicht schief gehen!

So wird Joy von nun an 20 Autominuten von uns leben. Viele gemeinsame Spaziergänge ´mit ihrem alten Rudel sind garantiert und wir verlieren sie niemals aus den Augen.

Wir sind sehr glücklich darüber, wie alles gelaufen ist. Aber noch glücklicher sind die neuen Besitzer von Joy, die so einen tollen Hund ihr eigen nennen dürfen.
Denn wie oft habe ich bei den vielen täglichen Telefonaten nun schon gehört, was Joy doch für eine Traumhündin ist. Die Erziehung...oder besser der Gehorsam... einfach alles sei so perfekt.